Wir sind Mütter

Wir sind Mütter

Anlässlich des Muttertages und weil die Frage einfach schon öfters kam, wollen wir Euch einen Einblick geben, wie es für uns ist, Mamas und Unternehmerinnen zu sein: Nicht immer leicht! Und genau deshalb wollen wir unsere persönlichen Erfahrungen mit Euch teilen. Um zu zeigen, dass man beides haben kann: Karriere und Privatleben. 

 Zwei Frauen, eine Firma. Wer kümmert sich um was bei NINA REIN? 

Susanne: Wir haben uns grob Gebiete abgesteckt. Julia leitet Design und Produktion und kümmert sich auch um HR. Susanne ist für Marketing & Sales zuständig und hat dank ihres BWL Backgrounds auch die Finanzen im Blick. Es findet aber viel Austausch statt und bei bestimmten Events, wie beispielsweise dem Pop-Up-Store arbeiten wir total eng zusammen.   

Julia: Susanne hat alles super zusammengefasst. Teamwork steht bei uns ganz hoch im Kurs.

Ihr seid nicht nur Gründerinnen, sondern auch Mamas. Wie alt sind eure Kinder? 

Susanne: Meine Mädels sind 3 und 5 Jahre alt und gehen in den Kindergarten, wenn er denn offen hat.  

Julia: Ich habe 2 Jungs im Alter von 8 und 4,5 Jahre, also das volle Programm mit Homeschooling und Kindergarten.

 


Karriere und Kinder. Wie bringt ihr das unter einen Hut? 

Susanne: Bei mir ist das eine Mischung aus Organisation, unbedingt arbeiten wollen, Unterstützung von meiner Familie und Chaos. Es ist nicht immer einfach, aber ich finde es wichtig, dass ich mich nicht entscheiden muss. Es sollte nie Kind oder Karriere sein, weder für Mamas noch für Papas. 

Julia: „Man wächst mit den Aufgaben.“ war nach der Geburt meines ersten Sohnes ein sehr prägender Leitsatz. Auch wenn meine Jungs immer eigenständiger werden, sind meine Aufgaben gewachsen. Ich finde das gut, da ich sonst unruhig werde! Unterstützung habe ich durch meine Familie und ganz viel Organisation, teilweise spontan und chaotisch. Mich bereichern Kinder und Beruf, da findet man Lösungen. 

Habt ihr überhaupt noch Zeit für euch? 

Susanne: Ja. Aber die Zeit für mich, muss ich mir einfach nehmen. Die gibt mir ja sonst keiner. Gleichzeitig denke ich, dass jeder ein anderes Bedürfnis nach Zeit für sich selbst hat. Für mich ist Zeit, in der ich selbstbestimmt bin, sehr wertvoll. Meistens nutze ich sie dann aber zum Arbeiten oder studiere noch nebenbei.  

Julia: Ja, die muss man sich nehmen! Auch wenn es manchmal schwer ist, da man ja eigentlich immer etwas zu tun hat. Wenn es nicht die Marke ist, dann grüßt täglich der Haushalt. Umso mehr freue ich mich auf meine Power-Pause und danach sind die Batterien wieder aufgeladen. 

Wie erlebt ihr momentan den Lockdown? Wird für eure Kinder immer Betreuung angeboten? 

Susanne: Meine Kinder werden in einer Eltern-Kind-Initiative betreut. Wir Eltern sind der Träger und übernehmen vielfältige Aufgaben. Das war in den letzten Monaten auch eine Herausforderung. Aber ich bin sehr froh, dass wir alle so ein enges Verhältnis haben und alle Eltern und Erzieher ihr Bestes geben, damit der Laden läuft. Wir haben einen tollen Kindergarten und ein super Netzwerk. Und wenn der Kindergarten dann doch wegen Corona geschlossen ist, haben wir auch noch viel Hilfe von den Großeltern. 

Julia: Ein ganz heikles Thema, da ich mit der Betreuungs- und Bildungspolitik so gar nicht einverstanden bin. Es ist eine Herausforderung der besonderen Art Betreuung und Beruf zu vereinbaren. Leider wird diese Herausforderung vorwiegend auf die Eltern abgewälzt. Gleichberechtigung oder Unterstützung sehe ich leider wenig bei den aktuellen Maßnahmen. 

zwei mädchen spielen

 

Was sind eure Tipps für Mamas und Gründerinnen? 

Susanne: Einfach machen! Du kannst nicht immer auf alles und alle anderen warten, sonst ist das Leben irgendwann vorbei. Trotzdem ist die Kinderbetreuung ein wichtiger Punkt, den man als arbeitende Eltern einfach bedenken, besprechen und irgendwie organisieren muss. 

Julia: Überlegen, machen und dann fängt der Spaß erst an. 


You may also like View all